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Eckhard Kaller siegt in Bregenz
31.08.2010 00:00
Eckhard Kaller siegt in Bregenz
Segeln: Zwölf Mal wurde bisher der Worldcup der Aphrodite 101 ausgetragen. In Bregenz holte sich der Langenargener Segelproduzent und Profisegler Eckhard Kaller vom YC Meersburg seinen sechsten Worldcuptitel in dieser Bootsklasse.
Am Freitag wurden vier, am Samstag zwei Wettfahrten gesegelt. Erst am zweiten Wettfahrtstag nutzten seine Gegner, allen voran Gregor Mayr und Max Trippolt, Mitglieder des veranstaltenden Yachtclub Bregenz, die höchst launischen Windverhältnisse, um einen Tagessieg einzufahren. Insgesamt aber holte sich Kaller nach sechs Wettfahrten den Titel unter den 21 Teilnehmern in beeindruckender Form.
Der Südwind dominierte das Worldcupgeschehen, er ist in der Bregenzer Bucht für seine Tücken bekannt und gefürchtet. Das Risiko, auf der falschen Seite zu starten oder zu früh oder zu spät zu wenden, ist hoch.
Hier sind höchste Konzentration, genaues Beobachten und taktisches Geschick vonnöten. Eckard Kaller zeigte am ersten Wettfahrtstag, wie diese Bedingungen optimal zu verwerten sind: vier Rennen, vier Siege. „Er ist schon zu schlagen“, analysierte sein Hauptgegner vom YCB, Gregor Mayr, was er am Samstag gleich bewies, als er die erste Fahrt für sich entschied. Das gab dem Gesamtzweiten Auftrieb.
„Kaller fährt schneller, hat mehr Erfahrung und Intuition, holt als Segelmacher das Letzte aus dem Material heraus. Aber wir kommen näher. Diesmal gewann er nur mit drei Punkten Abstand vor uns, vor zwei Jahren in Friedrichshafen hatten wir noch doppelt so viele Punkte wie er. Wenn wir als Crew zusammenbleiben und mehr trainieren, packen wir ihn“, steckt Mayr sein Ziel für 2012.
Seglerisch erstklassig präsentierte sich einmal mehr das Nachwuchstalent des Schülersegelclubs Konstanz (SSCK), Adrian Maier-Ring, der erst vor wenigen Wochen unter 32 arrivierten X-99 Seglern bei der WM vor Langenargen einen fünften Platz herausfuhr. Vor Bregenz kämpfte er sich mit seiner jungen Crew auf den dritten Gesamtrang.
Jollensegler Max Trippolt (YCB) lernte das Handling des für ihn ungewohnten Bootes ungewöhnlich schnell und rückte mit seinem Tagessieg am Samstag im Schlussklassement auf den vierten Platz vor. „Im Vergleich zur Jolle musste ich mich erst an die Länge, die Trägheit, das Beschleunigungsvermögen, Lage und Ruderdruck gewöhnen. In diesem Feld eine Wettfahrt zu gewinnen, ist ein Wahnsinnsgefühl“, schwärmte er und denkt über den Einstieg in die Dickschiffsszene nach: „Ich würde mich über Einladungen sehr freuen.“ Mit diesem Sieg verfügt er über eine aussagekräftige Visitenkarte.
(ht)
Ergebnisliste im Internet unter:
www.ycb.at
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