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Konstanzer Crew wird Weltmeister
12.07.2010 00:00
Konstanzer Crew wird Weltmeister
Tino Ellegast gewinnt Ultramarin X-99-WM vor dem Titelverteidiger aus Itzehoe. Konstanzer Talente
landen auf dem fünften Rang
Großer Empfang in Konstanz: Die Weltmeister (hintere Reihe, von links) mit Arne Gülzow, Robbi Mantau, Tino Ellegast, Boris Geray, Hansi Ellegast und Eckard Kaller (es fehlt Max Stiegeler) feiern ihren Titel. In der vorderen Reihe freuen sich (von links) Wanja Märkle-Huß, Tobias Bohn, Adrian Maier-Ring, Dominik Maier-Ring, Christoph Hardt und Nicolas Piepenstock über Rang fünf. (Bild fehlt)
Segeln: Nach 14 Wettfahrten an fünf Regattatagen, allesamt bei schwachen Winden sowie tropischen Temperaturen, hat der Konstanzer Tino Ellegast vor Kressbronn souverän mit 38 Punkten die Weltmeisterschaft der X-99-Segler gewonnen und durfte den Pokal der Klassenvereinigung mit nach Hause nehmen. Titelverteidiger Christian Soyka vom SV Itzehoe, der erst an den letzten drei Wettfahrttagen so richtig in Schwung kam, segelte mit 51 Punkten auf Platz zwei und übergab den großen Wanderpokal mit den Worten: „Tino und seine Crew haben ihn verdient gewonnen – wir haben ihn
verdient verloren. Er war einfach der bessere Segler hier im Feld.“ Platz drei (70 Punkte) erkämpfte sich der dänische Steuermann Jens Haldager mit seiner Crew, und Platz vier ging mit 76 Punkten an das österreichische Team von Uli Diem.
Besonders lang anhaltenden Beifall gab es noch Mal für Platz fünf, den sich die Jugendmannschaft vom SSC Konstanz mit ihrem 20-jährigen Steuermann Adrian Maier-Ring erkämpfte. Maier-Ring sagte voll berechtigtem jugendlichen Stolz: „Wir sind wirklich total happy und restlos zufrieden, mit nur 78 Punkten Fünfter! Wir waren gut – einfach gut.“ Unter die ersten Zehn zu kommen war ihr Ziel, unter die ersten Fünf ein avisierter Traum, und kaum haben sie es geschafft, da haben sie schon neue Pläne. Als Mannschaft zusammen bleiben, neben Schule und Studium soviel wie möglich trainieren und wenn sie Sponsoren finden, dann wollen sie nächstes Jahr in Kiel bei der WM natürlich wieder mitsegeln – wenn’s
geht, dann unter die ersten Drei kommen. Ihr Können und ihr jugendlicher Elan wurde noch während der Siegerehrung weiter belohnt. Ex-Weltmeister Soyka hat die Crew beobachtet und ein paar Verbindungenspielen lassen, spontan sagte er ihnen eine Kostenübernahme für die Startgebühren in Kiel von der Immac Sailing Academie zu. Das ist stärkender Rückenwind für die Jungs von der Mistral II, bleiben nur noch Transport und Nebenkosten, und gute Schulnoten, damit auch mit den Freistellungen alles glatt geht.
Von den Seglern gab es abschließend Lob aus rund 200 Kehlen, sowohl für die Wettkämpfe als auch für die Organisation. Ein tolles großes Starterfeld sei es gewesen in einer super Atmosphäre, spannend bis zum letzten Tag, manchmal sehr knapp; im dichten Pulk meist grüppchenweise ging es um die Bojen; zwei super Abendveranstaltungen mit großem Büfett gab es und sogar die Möglichkeit zum Fußball gucken; insgesamt einfach nur schön sei es gewesen; eine familiäre Atmosphäre war es; und für einen der Rostocker Teilnehmer war es überraschend mediterran hier am Bodensee in der großen Marina – so das stichpunktartige Feedback einiger Teilnehmer dieser Weltmeisterschaft.
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