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Mistral II setzt auf jugendlichen Optimismus

05.07.2010 00:00

Mistral II setzt auf jugendlichen Optimismus

Eine ganz junge Crew vom SSC Konstanz geht bei der heute beginnenden Weltmeisterschaft der X99 vor Lindau an den Start

Selbstbewusste Jugendcrew (hinten, von links): Wanja Märkle-Huss, Dominik Maier-Ring, Tobias Bohn, Joni Steinlein. Vorn (von links): Steuermann Adrian Maier-Ring, Nicolas Piepenstock, Christoph Hardt. (Bild fehlt)

Segeln: 18 Deutsche, neun Schweizer, vier österreichische und zwei dänische Teams kämpfen ab heute um den WM-Titel in der Bootsklasse X99 vor der Marina Ultramarin im Kressbronner Hafenrevier. Unter den deutschen Startern ist Titelverteidiger Christian Soyka vom SV Itzehoe. Als sein vermutlich härtester Rivale wird dabei Tino Ellegast vom Konstanzer YC mit seiner Salon Bleu Crew betrachtet, der sich vor vier Wochen beim Immenstaader One Design Cup behauptete.
„Die Dänen sind unbekannte Mannschaften, keine Ahnung, wie gut oder schlecht die sind, aber Benno Seger vom SV Bottighofen hat sicher auch Chancen die WM zu gewinnen, und natürlich wir“, erklärt kess ein junger Segler aus der zweiten Konstanzer Crew. Er heißt Adrian Maier-Ring und liegt mit seiner Mannschaft schon seit zwei Tagen zur Vorbereitung in der Marina. Das Wir bezieht er auf sich und seine Crew der Mistral II, die mit ihrem Durchschnittsalter zwischen 18 und 25 Jahren die Jüngste im Starterfeld ist. Zur Teilnahme an der WM sind die Segler von Schule, Abitur und Studium freigestellt, die schweizerische Klassenvereinigung der X99 übernimmt für die „verdienstlosen“  ambitionierten Talente die Startgebühr, um ihnen die Teilnahme zu ermöglichen. Seit zwei Jahren trainieren sie beim Schüler Segelclub Konstanz, dem das Boot gehört. In den Pfingstferien haben sie gemeinsam eine Trainingswoche vor Kressbronn durchgezogen, beim Eichhornpokal waren sie Dritter, beim Montfort Cup Zehnter, beim One Design Cup  Sechster und beim Midweek Race in Kreuzlingen sogar Sieger, womit fest steht, dass diese Crew ein echter Gegner sein wird.

„Wir sind schnell und haben viel Power, uns fehlt vielleicht nur ein bisschen die Erfahrung, aber unter die ersten Zehn kommen wir ganz bestimmt – unter die ersten Fünf wäre der absolute Traum“, verkündet Steuermann Maier-Ring mit jugendlichen Optimismus, und seine Jungs nicken dazu. Der Startschuss zur ersten Wettfahrt ist je nach Wind für den heutigen Montag, 9 Uhr, geplant. Wer den Pokal letztendlich mit nach Hause nimmt, wird am Freitag, 19.30 Uhr, verkündet. (khn)

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